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BauherrIn: Hotel Hirschen
Planung: NONA Architektinnen, Dornbirn
Besonderheiten: Zeitgenössische Ergänzung im dörflichen Kontext
Fotografie: Adolf Bereuter
Im Kontext einer kleinmaßstäblich gegliederten Hotelanlage ergänzt das neu errichtete Badehaus das Ensemble um einen besonderen Ort der Ruhe und Entspannung. Städtebaulich nimmt es Maßstab und K.rnung der dörflich-pittoresken Umgebung auf, reagiert mit einer pr.zise gesetzten Stellung auf die gewachsene Struktur und öffnet spannungsvolle Freiräume zwischen den Baukörpern – durchlässig, einladend, ortsbezogen. Die Fassade verweist mit feingliedrigen Elementen wie vertikalen Lisenen, vertikaler Holzschalung und klar ablesbarer Geschossigkeit auf traditionelle Bauweisen. Zugleich setzt das neu interpretierte Dach aus Metall einen selbstbewussten, zeitgenössischen Akzent. Im Inneren zeigt sich das Badehaus als lichtdurchfluteter, offener Raum mit einer mittig positionierten Wendeltreppe, die die Ebenen elegant miteinander verbindet. Sie strukturiert nicht nur die Erschließung, sondern prägt auch die Atmosphäre. So entsteht ein feinsinnig gestalteter Rückzugsort, der Funktionalität mit architektonischer Qualität verbindet – ein eigenständiger Baustein des Hotelensembles, der das Bestehende respektiert und gleichzeitig in die Zukunft weiterdenkt.
Jurykommentar Vorarlberger Holzbaupreis 2025